
Der kompakte Weiterbildungskurs für Ärztinnen, Psychotherapeutinnen, Heilpraktikerinnen und weitere selbstständig tätige Heilberufler, die KI im Praxisalltag einsetzen wollen – ohne ihre Schweigepflicht zu verletzen.


Es ist Dienstagabend, 19:47 Uhr. Die letzte Patientin ist gegangen, die Dokumentation für den Tag liegt vor Ihnen. Ein PT-Bericht nach PTV 12 ist fällig, drei Arztbriefe warten auf Diktat, und morgen früh soll eine Stellungnahme für die Krankenkasse stehen. Sie öffnen ChatGPT in einem privaten Tab, tippen die ersten Sätze des Befundes hinein – Namen leicht abgekürzt, „weil das ja kein Problem ist" – und lassen sich einen ersten Entwurf bauen. Das Ergebnis ist brauchbar, sogar richtig gut. Sie sparen 40 Minuten. Sie tun das nicht zum ersten Mal.
Und jetzt die Frage, die niemand gerne stellt: Was genau haben Sie gerade getan – rechtlich betrachtet?
Wenn Sie ehrlich sind, wissen Sie es nicht sicher. Sie haben ein ungutes Gefühl. Sie wissen, dass §203 StGB irgendwie eine Rolle spielt. Sie haben gelesen, dass OpenAI Daten speichert. Sie haben gehört, dass „EU-Rechenzentren" das Problem angeblich lösen. Und Sie haben diese eine Stellungnahme gelesen, in der stand, eine Pflicht zur Anonymisierung bestehe „zwar nicht, würde aber viele Risiken minimieren". Was Sie nicht haben: eine klare, praxistaugliche Antwort auf die Frage, wie Sie KI nutzen dürfen, ohne Ihre Berufspflicht zu verletzen.
Genau das soll sich in diesem Kurs ändern.
Die Zeiten, in denen man KI in Heilberufen als „spannende Zukunftsfrage" abhandeln konnte, sind vorbei. Die Realität in Praxen, Kliniken und freien Niederlassungen sieht heute so aus:
Kurz: Sie können KI nicht ignorieren, und Sie können sie nicht naiv benutzen. Sie brauchen einen dritten Weg – und der lässt sich lernen.
UNSERE AI -WEITERBILDUNG IM KURZÜBERBLICK
Vierzehn Weiterbildungsstunden in fünf Modulen, live online, in einer kleinen Gruppe unter Berufsgeheimnisträgerinnen und -trägern. Kein Tool-Hype, keine halbgaren Compliance-Phrasen, keine Angstkampagne. Stattdessen: eine strukturierte, juristisch sauber fundierte und technisch praxisnahe Einführung in das, was Sie wirklich brauchen, um KI in Ihrer Praxis verantwortlich zu nutzen.
Für Selbstständige Ärztinnen und Ärzte in eigener Niederlassung, Psychologische und ärztliche Psychotherapeutinnen und -therapeuten, Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker (einschließlich HP Psychotherapie), Hebammen, Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten in eigener Praxis, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Leiterinnen und Leiter kleiner medizinischer Versorgungszentren
Alle weiteren Berufsgruppen, die unter §203 StGB fallen und in eigener Verantwortung mit sensiblen Gesundheitsdaten arbeiten
14 Weiterbildungsstunden
verteilt auf 6 Live-Online-Termine in 5 Modulen
Modul 1 – KI-Grundlagen im Kontext der Heilberufe.
Was können aktuelle KI-Modelle wirklich, wo liegen ihre Grenzen? Sie lernen den Unterschied zwischen Cloud-basierten, EU-gehosteten und lokalen KI-Lösungen kennen und ordnen typische Einsatzfelder – von der Anamnese-Transkription bis zur Telefon-KI – realistisch ein.
Modul 2 – §203 StGB in der Praxis, der CLOUD Act und die EU-KI-Verordnung.
Was bedeutet die Schweigepflicht im digitalen Alltag konkret? Was regelt §203 Abs. 4 StGB zu externen Dienstleistern? Warum ein US-Anbieter auch mit EU-Rechenzentrum strukturell keine wirksame Verschwiegenheitsverpflichtung eingehen kann. Und: was die europäische KI-Verordnung für Ihren Praxisbetrieb bedeutet – wo Sie selbst zum „Betreiber" eines KI-Systems werden und welche Pflichten daraus entstehen.
Modul 3 – Anonymisierung als Schlüssel.
Der Deutsche Anwaltverein schreibt in seiner Stellungnahme 32/2025: Eine Pflicht zur Anonymisierung besteht nicht – würde aber viele Risiken minimieren. In Live-Demonstrationen sehen Sie unterschiedliche Anonymisierungsverfahren und deren Grenzen, und Sie erhalten die drei Prüffragen, mit denen Sie jeden KI-Anbieter bewerten – auch solche, die es heute noch gar nicht gibt.
Modul 4 – Rechtssichere Anwendungsfälle im Praxisalltag.
Wie Sie KI konkret nutzen für Literatur- und Leitlinienrecherche, Patientenkommunikation und Formulierungshilfen – jeweils mit rechtlichem Rahmen, Werkzeugwahl und typischen Fallstricken. Dazu: Telefon-KI in der Terminorganisation, Praxismarketing und die Abgrenzung, wo §203 StGB gar nicht erst greift.
Modul 5 – Dokumentation und Nachweispflichten.
Was Sie in Ihrer Patientenakte dokumentieren sollten, wenn Sie KI-gestützt arbeiten. Welche internen Prozesse eine Aufsichtsprüfung problemlos überstehen. Wie Sie im Ernstfall zeigen können, dass Sie Ihre Sorgfaltspflicht erfüllt haben. Zum Abschluss: gemeinsamer Transfer in Ihren eigenen Praxisalltag und offener Erfahrungsaustausch in der Gruppe.
Investition
980€
Jetzt Platz sichern – oder erst sprechen
Wenn Sie sich bereits sicher sind, können Sie sich direkt anmelden. Wenn Sie vorab Fragen haben – zu Inhalten, Terminen oder dazu, ob der Kurs für Ihre spezifische Berufssituation passt – vereinbaren Sie ein kostenfreies, unverbindliches Erstgespräch. Ein echtes Gespräch, kein Verkaufstermin. Wenn wir den Eindruck haben, dass Ihnen etwas anderes mehr hilft, sagen wir Ihnen das.
Anmeldeschluss für den aktuellen Durchgang: 15.09.2026 · maximal 30 Plätze
© Berater & friends